Auslandsreisekrankenversicherungen und Ergänzungstarife: Was lohnt sich, was nicht?

Krank im Urlaub
Gipsfuss, Foto: rudolf ortner / pixelio.de

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Dieses alte Sprichwort lässt vermutlich ganz bewusst offen, welcher  Natur die einzelnen Erlebnisse einer Reise sein können, denn auch wer nur wenig Erfahrung mit Reisen aller Art hat, weiß, dass unterwegs im Urlaub manchmal sehr unerwartete, unangenehme oder gar unschöne Dinge auf einen zukommen können. Plötzliche Erkrankungen, Unfälle o.ä. gehören sicherlich zur Kategorie derjenigen Ereignisse, die man als Urlauber als letztes am Ferienort erleben möchte. Damit solche Eventualitäten dann im Fall des Falles nicht noch den finanziellen Ruin mit sich bringen, empfiehlt sich bei manchen Reisen unter Umständen der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung, ggf. mit bestimmten Ergänzungstarifen.

Grundsätzlich gilt, dass bei Reisen innerhalb der EU und in Island, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen und der Schweiz eventuelle Behandlungskosten von der gesetzlichen Krankenkasse des Patienten in Deutschland beglichen werden, allerdings nur diejenigen aus dem öffentlichen Gesundheitsbereich des jeweiligen Reiselandes und nicht dem privaten. Darüber hinaus variieren die als medizinisch notwendig erachteten und von der heimatlichen Kasse akzeptierten Leistungen von Land zu Land erheblich und die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland übernehmen auch nur die im Ausland entstehenden Kosten, die dem Versicherten auch in Deutschland erstattet worden wären, und das auch nur in Ländern, mit denen ein  Sozialversicherungsabkommen besteht. Da anderenorts viele Behandlungen kostspieliger sind als in Deutschland, können für Urlauber also unter Umständen schnell beträchtliche Kosten entstehen. Führt die Reise in weit entfernte und oder gar potentiell gefährliche Reisegegenden, ist ein zusätzlicher Auslandskrankenschutz fast obligatorisch.

Der rechtzeitige Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung ist vor allem auch dann sinnvoll, wenn man sicher sein möchte, dass im Notfall ein schnellstmöglicher Heimtransport gewährleistet wird, denn dies zahlen gesetzliche deutsche Krankenkassen grundsätzlich nicht. Auch die Wahlmöglichkeit von höherwertigem Zahnersatz, die Behandlungsoption als Privatpatient und die garantierte Übernahme von Medikamentenkosten, die zumeist im Rahmen von Ergänzungstarifen angeboten werden, sind je nach persönlicher gesundheitlicher Konstitution zu überdenken. Bei dem ebenfalls häufig als Ergänzungstarif angebotenen Brillen- oder Kontaktlinsenersatz stellt sich zumindest für Brillenträger schon die Frage, ob man nicht einfach eine Ersatzbrille und ein zusätzliches Paar Linsen mit auf Reisen nimmt und somit evtl. höhere Kosten bei der Reisepolice verhindert.

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