Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom)

Schwarzer Hautkrebs, das maligne Melanom ist eine bösartigen und tödlichen Form von Krebs. Am schwarzen Hauptkrebs erkranken in Deutschland jährlich mehr als 15Tsd. Menschen. Die Rate der Neuerkrankungen hat sich seit 1980 mehr als verdreifacht. Im Gegensatz zu den Neuerkrankungsraten sind die Sterberaten bei beiden Geschlechtern seit 1980 nahezu konstant geblieben. Insgesamt starben 2008 2.500 Menschen in Deutschland an diesem Tumor.

Bei 15 bis 20 Prozent der Betroffenen, wird der schwarze Hautkrebs erst in einem späten Stadium erkannt. In diesem Fall leben die Patienten im Durchschnitt nur noch sechs bis neun Monate. Bei einer Früherkennung der Erkrankung ist sie hingegen fast immer heilbar. Die Zehnjahresüberlebensrate liegt dann bei 75 bis 85 Prozent. Aus diesem Grund ist es wichtig, seinen Körper regelmäßig auf Auffälligkeiten zu überprüfen. Seit 2008 haben alle Versicherten ab dem 35. Lebensjahr einen Anspruch auf Vorsorge-Untersuchungen. Dabei untersucht der Arzt den ganzen Körper nach auffälligen Hautveränderungen. Die Krankenkassen bieten diese Leistung alle zwei Jahre an.

Als größtes vermeidbares Risiko an schwarzem Hautkrebs zu erkranken, gilt eine intensive UV-Belastung durch Sonnenstrahlung oder künstliche UV-Strahlung und Sonnenbrand, besonders in der Kindheit und Jugend.

Schwarzer Hautkrebs - Malignes Melanom

Die Grafik veranschaulicht die Entwicklung der Krebsneuerkrankungen und krebsbedingten Todesfälle beim schwarzen Hautkrebs bei Männern und Frauen seit 1980. Die Anzahl der Neuerkrankungen beider Geschlechter hat sich in den letzen drei Jahrzehnten mehr als verdreifacht. Die Sterberate ist dabei nahezu konstant geblieben. Ein Durchbruch in der Melanombehandlung ist den Forschern in diesem Jahr gelungen: Seit Februar 2012 ist ein neues zielgerichtetes Medikament zugelassen, das eine völlig neue Therapie ermöglicht und den Betroffenen wieder Hoffnung gibt.

Das neue Medikament greift gezielt in die Abläufe innerhalb der Krebszellen ein, wodurch der Tumor nicht mehr wachsen kann. Das mindert die Krankheitssymptome der Betroffenen deutlich und gibt ihnen die Chance, wieder einen relativ normalen Alltag mit ihren Familien zu leben. Von dem neuen Medikament können die Patienten profitieren, bei denen ein bestimmtes Gen der Tumorzellen verändert ist. Es handelt sich dabei um die sogenannte BRAF-V600 Mutation, die nach bisherigen Erkenntnissen etwa die Hälfte der Patienten mit malignen Melanom betrifft. Sie können zuvor über einen speziellen Gentest ermittelt werden. Damit ist nicht nur ein Meilenstein in der Behandlung von Hautkrebs, sondern auch in der Personalisierten Medizin gesetzt.

Quellen:
• Chapman PB et al., (2011) N Engl J Med 364 : 2507-2516
• Garbe C et al., (2007) Evidence and interdisciplinary consensebased German guidelines: diagnosis and surveillance of melanoma. Melanoma Res 17: 393-399
• Robert Koch-Institut, Krebs in Deutschland, 2010
• Robert Koch-Institut, Verbreitung von Krebserkrankungen in Deutschland, 2010

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