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Ärzte wollen Aufschub bei der eGesundheitscard (eGK)

Kurz vor dem Ärztetag ab dem 20. Mai in Ulm, fordert der Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, NAV-Virchow-Bund, einen Aufschub der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK).

Die durchgeführten Tests in den Testregionen zeigen die Unzulänglichkeit der eingesetzten Technik. Auch Kosten und Nutzen sind für den Ärzteverband völlig unklar. Die Niedergelassenen Ärzte fordern deshalb einen sofortigen Stopp in den Testregionen. Zunächst müsse ein Kassensturz über bislang ausgegebene Mittel erfolgen und darüber hinaus die Neukonzeption unter Berücksichtigung des Nutzens und des heutigen Stands der Technik.

Der NAV-Virchow-Bund strebt weiterhin die Vermeidung von zentraler Speicher-Systematik, Sicherstellung der Datenhoheit beim Patienten und eine bessere Integration des Projektes in den Praxisablauf an. Diese Forderungen des deutschen Ärztetag aus dem vergangenen Jahr fanden bislang bei der Politik keine Berücksichtigung.

Ohnehin scheinen die technischen Voraussetzungen eine Verzögerung der Einführung der eGK eher wahrscheinlich zu machen. Experten rechnen nicht damit, dass dieses IT-Projekt wie offiziell geplant mit den ersten regulären Karten zum Jahresende 2008 in der Region Nordrhein starten kann.

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