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Weniger Raucher als angenommen

Die Zahl der Raucher in Deutschland ist nicht so hoch wie die meisten dachten. Laut Umfrage “Rauchverbote und Raucher” des Instituts für Demoskopie Allensbach, bei der über 20.000 Deutsche ab 14 Jahren befragt wurden, glaubt die mehrheitlich nicht rauchende Bevölkerung, dass annähernd die Hälfte (46 Prozent) der Deutschen raucht. Fakt ist jedoch, dass lediglich 29 Prozent der Deutschen zur Zigarrette greifen. Die Zahl wird in der Bevölkerung folglich deutlich überschätzt.

Die Zahl der Raucher in Deutschland ist der Mitteilung des Allensbacher Instituts zufolge auf einem sehr niedrigen Stand. Anfang der 50er Jahre hätten 88 Prozent der westdeutschen Männer geraucht. Mitte der 90er waren es nur noch 39 Prozent, und aktuell rauchen rund 35 Prozent der Männer. Bei den Frauen greift derzeit etwa jede Vierte zur Zigarette.

Der stärkste Rückgang der Raucher war in den 80er und 90er Jahren zu verzeichnen. In dieser Zeit setzte sich wohl das Bewußtsein durch, dass Rauchen nicht so “cool” ist, wie es zuvor dargestellt wurde und ein zunehmendes Gesundheitsbewusstsein ein. Die Mehrheit der Bevölkerung stellte gewöhnte sich also lange vor den Rauchverboten den Griff zum Glimmstengel ab.

Wie die aktuellen Kampagnen die Zahl der Raucher weiter verringert bleibt spannend. Bislang sind dazu kaum Zahlen bekannt, dazu dürfte es auch noch zu früh sein. Laut Umfrage des Allensbach-Institut sind aber 35% der Deutschen für ein generelles Rauchverbot in Gaststätten. Allerdings ist auch beinahe jeder Zweite dafür, dass in abgetrennten Räumen das Rauchen erlaubt sein soll. Die strikte Durchsetzung von Rauchverboten hat bei den Deutschen also wenig Rückhalt.

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Kommentare (2) zu “Weniger Raucher als angenommen”

  1. w.Harder schrieb:

    Ich persönlich habe bis zum 45. Lebensjahr sehr stark geraucht. Am 04.06.1994 habe ich von einem Tag zum anderen aufgehört mit diesem Laster und festgestellt, daß es auch ohne diesem Genuß von Nikotin geht. Dennoch kann ich mit den Rauchern mitfühlen und bin der Meinung, daß man den Rauchern Möglichkeiten einräumen sollte, auch in der Öffentlichkeit das Bedürfnis des Rauchens nachgehen zu können. Wenn es nach dem gesundheitlichen Aspekt geht, dann müßte man auch den Genuß von Alkohol etc. verbieten. Dann müßte auch die Herstellung dieser Art Artikel vom Gesetz her verboten werden. Doch sind wir mal ganz ehrlich, ohne den Umsatz von Tabakwaren und Spirituosen würde unser Staat doch noch weiter in die Knie gehen. Also gebt auch den Rauchern eine Chance bedingungslos am öffentlichen Leben teilzunehmen.

  2. SEO schrieb:

    Jede Statistik kann man schön aussehen lassen. “Ab 14 Jahre” ist eine interessante Angabe, wobei der Wert “bis xx Jahre” fehlt. Eine Umfrage unter 20.000 Deutschen ist zwar repräsentativ, stellt aber dennoch keinesfalls ein Spiegelbild der Gesellschaft dar. Ich bin mir sicher, dass in Deutschland wesentlich mehr Menschen rauchen, als das Ergebnis dieser Umfrage vorgibt.

    Man vergisst immer wieder, dass es sich um ein Milliardengeschäft geht, an dem auch die Politik Abermillionen verdient. Ich habe mich schon mehrfach gefragt, wie es sein kann, dass die Zigarettenindustrie derartige politische Entscheidungen zulässt. Wenn man bedenkt, dass die finanziellen Mittel so dermaßen groß sind, könnte man unter Umständen davon ausgehen, dass durch finanzielle Macht politische Macht ausgehebelt werden würde. Dem scheint aber noch nicht so zu sein.

    Werfen wir einen Blick rüber nach China. Ein Mann, der dort raucht, geht seinem Hobby nach. Genauso, als würde er Vögel züchten oder einen großen Garten anlegen. Niemand in der Gesellschaft darf dieses Hobby kritisieren oder in Frage stellen. Auch nicht der Arzt. Oder der Arbeitgeber. Mehr als 80% der erwachsenen Männer in China rauchen. Und die chinesische Regierung erfreut sich daran.

    Irgendwie läuft hier in Deutschland einiges schief. Wir versuchen immer mehr andere Länder zu kopieren, ohne dabei selbst unser Gehirn einzuschalten.

    Wofür die Deutschen sind und wofür nicht, wird von der deutschen Regierung sowieso nicht berücksichtigt. Es ist an der Zeit, dass Bürgerentscheide die politische Macht übernehmen.

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