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Rauchverbot in Deutschland - erste Erfahrungswerte

Seit September 2007 gilt ein Rauchverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln und Bundesbehörden. Ein erweitertes Rauchverbot - z.B. in Gaststätten - ist in Deutschland seit einem Monat in acht weiteren Bundesländern in Kraft getreten. Damit sind Kneipen und Restaurants in bisher 14 Bundesländern rauchfrei, die letzten werden noch in diesem Jahr folgen. Die Regelungen der Bundesländer sind zwar unterschiedlich, doch generell wird der Raum enger, auf dem Raucher dem Tabakkonsum nachgehen dürfen.

Wie aber reagieren die deutschen Raucher darauf? In den Kneipen der Republik könnte das Bild unterschiedlicher nicht sein. Sehr verbreitet ist der “gesittete” Gang vor die Haustür - mit allen Nebenwirkungen inklusive der Lärmbelästigung für die Anwohner. Einige Wirte satteln um und erklären ihre Kneipe kurzerhand zum geschlossenen Club. Insbesondere in Bayern wurde über vermehrten traditionell rauchfreien Konsum von Schnupftabak berichtet. Auch die Anerkennung einer Religionsgemeinschaft, die das Abbrennen von Tabak als Ritual und die Kneipe als Versammlungsort betrachtet wurde vorangetrieben.

Trotz allem Widerstand, die deutschen Raucher scheinen zu spüren, dass sie einer verschwindenden Spezies angehören könnten. Zum Jahreswechsel könnten sich viele von Ihnen Gedanken um ihre verlorene Leidenschaft gemacht haben. Das Rauchverbot mag Wirte und Raucher ärgern, für Apotheker und die Pharmaindustrie ist es positiv. Raucher die sich für das Aufhören entscheiden, greifen häufig zu Nikotinersatzprodukten.

Eine interessante Zahl liefert denn auch die Zwischenbilanz der Versandapotheke DocMorris: Laut Angaben des Tochterunternehmens der Celesio AG hat sich der Absatz von Nikotinersatzpräparaten im Januar 2008 gegenüber Dezember 2007 mehr als verdoppelt. Besonders gefragt sind Kaugummis und Lutschtabletten. “Nikotinersatzpräparate unterstützen werdende Nichtraucher vor allem in der ersten Zeit”, erklärt Dr. Christian Franken, Chefapotheker der Versandapotheke DocMorris. “Daneben sind Willenskraft und professionelle Unterstützung die Erfolgsfaktoren für ein rauchfreies und gesundes Leben.”

Eine aktuelle Umfrage der Krankenkasse DAK scheint den Trend zu bestätigen: 96 Prozent der Raucher denken über einen Ausstieg aus der Sucht nach. Neben den guten Vorsätzen für das neue Jahr scheinen auch die Rauchverbote den Ansporn zum Aufhören zu bieten.



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