Notärzte können Krankenhausbetten online abfragen
Bislang mußten Notärzte über die Rettungsleitstelle geeignete Krankenhausbetten in nächster Nähe suchen. In Mecklenburg-Vorpommern können Rettungsärzte der Rettungsleitstelle Westmecklenburg jetzt über das neue Online-System “kameei” (Kapazitätenübersicht medizinischer Einrichtungen) schneller nach freien Betten in den zehn angeschlossenen Krankenhäusern fahnden.
Damit gewinnen die Retter wertvolle Zeit, denn bei “Irrfahrten” von Rettungswagen sind bereits Menschen verstorben, die vieleicht hätten gerettet werden können. Bislang erfolgte die Abfrage der Rettungsleitstelle bei den Krankenhäusern per Fax und Telefon.
Beteiligt am Online-System sind die Kliniken in Schwerin, Wismar, Boizenburg, Crivitz, Parchim, Grevesmühlen, Hagenow, Ludwigslust, Plau am See und die Fachklinik Leezen am Schweriner See. Das Krankenhaus im brandenburgischen Perleberg soll demnächst an das System angeschlossen werden und künftig auch Einsätze des Rettungshubschrauber in Westmecklenburg koordinieren.
Geplant ist, “kameei” auf gesamt Mecklenburg-Vorpommern auszuweiten. Auch andere Bundesländer wie Brandenburg, Thüringen und Schleswig-Holstein haben bereits Interesse an dem System bekundet.








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