EU nimmt Pharmabranche unter die Lupe
Die Europäische Union (EU) vermutet Preisabsprachen in der Pharmabranche und will nun offensichtlich genauer hinschauen. Der Verdacht liegt nahe, dass große Pharmaunternehmen gegen das europäische Wettbewerbsrecht verstoßen haben, da immer weniger neue Arzneimittel auf den Markt gelangen. Auch die verzögerte Markteinführung von kostengünstigen Generika ließ die Kommission aufhorchen. Möglicherweise wurden Patente und Rechte missbraucht, um Konkurrenten vom Markt fern zu halten.
Die Wettbewerbshüter schauen dabei insbesondere die Hersteller neuartiger Arzneimittel und Generika.
Nach Meldungen wurden unter anderem die Geschäftsräume von AstraZeneca, Sanofi-Aventis, Pfizer und GlaxoSmithKline (GSK) und Ratiopharm durchsucht. Die Pharmakonzere Sanofi-Aventis, GlaxoSmithKline und AstraZeneca haben die Durchsuchungen bestätigt. Die Untersuchung soll über ein Jahr dauern, ein Bericht im Frühjahr 2009 vorliegen.
Laut FTD drohen den Pharmakonzernen Bußgelder von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes, falls die Kommission förmliche Kartellverfahren gegen die Hersteller eröffnet. Allerdings lägen zur Zeit keine konkreten Hinweise auf Verstöße einzelner Unternehmen vor.








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