AOK Baden-Württemberg schreibt hausärztliche Versorgung bundesweit aus
Die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) Baden-Württemberg hat erstmalig die gesamte hausärztliche Versorgung bundesweit ausgeschrieben. Sie greift damit das Versorgungsmonopol der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) an, das seit 75 Jahren bestand hat.
Das Prinzip der kassenärztlichen Vereinigungen entstand durch die Brüningschen Notverordnungen im Jahr 1932, um die medizinische Versorgung sicherzustellen. Viele Ärzte kritisieren die Zwangsmitgliedschaft in der KV.
Die Ausschreibung soll bis Mittwoch laufen. Unter anderem will sich der Deutsche Hausärzteverband bewerben, der in den Ausschreibungen eine Chance, aus dem KV-System auszubrechen.
Experten rechnen mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Euro im Jahr für die hausärztliche Versorgung in Baden-Württemberg.
Der Vorstoß der AOK Baden-Württemberg ist in der Tat ein bedeutsamer Schritt. Bisher beziehen die 16 Kassenärztlichen Vereinigungen von den Versicherern Geld für die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung. Diese verteilen es nach eigenen Regeln an die verschiedenen Ärztegruppen.








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