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Mit der Pistole zur Visite

Da er bereits mehrfach mit Waffen bedroht wurde, darf ein Arzt aus Soest jetzt selbst die Pistole zur Visite mitnehmen. Das Verwaltungsgericht Arnsberg verpflichtete die Kreispolizei Soest, dem Arzt zumindest zeitlich und räumlich begrenzt einen Waffenschein auszustellen.

Der Arzt hatte geklagt, da er bei nächtlichen Patientenbesuchen mehrfach mit Waffen bedroht worden war. Zu seinen Patienten zählen Drogenabhängige und psychisch Kranke an sozialen Brennpunkten. Die Behörden hatten den Antrag auf einen Waffenschein zunächst abgelehnt und statt dessen Pfefferspray zur Verteidigung empfohlen.

Das Gericht machte aber auch klar, dass nicht jeder Arzt auf die Idee kommen solle, einen Waffenschein zu beantragen. Die Erlaubnis eine Pistole mitzuführen kann nur besonders gefährdeten Personen zugesprochen werden.



Kommentare (2) zu “Mit der Pistole zur Visite”

  1. Hendrik schrieb:

    das finde ich mal heftig… Als Arzt mit Pistole zur Arbeit.. ein seltsamer Gedanke!

  2. Timo schrieb:

    So zu arbeiten und zu leben erfordert einen starken Charakter und eine große Persönlichkeit. Ich finde es zwar erschreckend, dass es in Deutschland solche Zustände gibt, andererseits aber auch bemerkenswert, dass ein Arzt trotz der Gefährdung dieses Engagement zeigt und nicht aufgibt! Hut ab!

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