Bonitätsprüfung bei Zahnärzten

Zahnbehandlungen, die über den üblichen Standard hinausgehen, erfordern diese Zusatzleistungen häufig eine sehr hohe Geldsumme, die ein Patient aufbringen muß. Verständlich, dass Zahnärzte sich hier absichern möchten und die Bonität Ihrer Patienten prüfen möchten, denn sonst kann es vorkommen, dass sie auf den Rechnungen sitzen bleiben.

Doch unter welchen Umständen darf ein Zahnarzt überhaupt Bonitätsprüfungen durchführen? Zunächst einmal muß ein kreditorisches Ausfallrisiko für den Zahnarzt vorliegen. Da eine Bonitätsprüfung unter das Datenschutzgesetz fällt, muß der Patient auch umfassend informiert werden und der Prüfung schließlich schriftlich zustimmen. Diese Zustimmung darf auch nicht in einem medizinischen Fragebogen “versteckt” sein – so will es das Gesetz.

Letztendlich zählt aber das gegenseitige Vertrauensverhältnis. Vertraut ein Arzt dem Patienten, ist vieleicht nicht unbedingt eine Bonitätsprüfung angebracht. Im Gegenzug sollte auch der Patient ganz offen gegenüber seinem Arzt sein und gegebenenfalls auch dessen Wunsch nach Absicherung verstehen. Hinterläßt ein Gespräch über den finanziellen Hintergrund ein schlechtes Gefühl, kann und sollte sich der Patient auch überlegen den Arzt zu wechseln.

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