MRT erkennt Brustkrebs zuverlässiger als Mammographie

Laut einer Studie der Universität Bonn ist die Früherkennung von Brustkrebs ist mit der Magnetresonanz-Tomographie (MRT) fast doppelt so treffsicher wie mit dem üblicherweise angewandten Mammographie-Verfahren. Die Ergebnisse der Studie an der Radiologischen Klinik, bei der über fünf Jahre gut 7300 Frauen einbezogen waren, könnten die übliche Diagnosestellung grundlegend verändern.

Eine MRT-Untersuchung, auch Kernspintomographie genannt, ist jedoch deutlich teurer als eine Mammographie. Während ein MRT mit etwa 500 bis 600 Euro zu Buche schlägt, verursacht eine Mammographie nur etwa 65 bis 150 Euro an Kosten. Auch fehlen Experten und zugleich Geräte für den massenhaften Einsatz des MRT. Zudem wird gerade durch die Gesundheitspolitik ein umfassendes Mammographie-Screening aufgebaut. Die neuesten Erkenntnisse passen also nicht so recht in das Konzept. Eine Umstellung auf den Masseneinsatz von Tomographen wird also vermutlich länger auf sich warten lassen. Dennoch sollte man nicht am falschen Ende sparen, denn ein nicht rechtzeitig erkanntes Krebsleiden kann in seinen Behandlungskosten schnell die Kosten einer teureren Vorsorgeuntersuchung überholen.

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