Erreger der Maul- und Klauenseuche stammt offenbar aus dem Labor
Der MKS-Erreger entwickelt sich zum Aufreger. Der Erreger der Maul- und Klauenseuche, die in England erneut ausgebrochen ist, stammt offenbar aus dem staatlich unterstützten tiermedizinischen Labor der US-Firma Merial Animal Health in Pirbright. Merial unterhält ein Forschungslabor in der Nähe der Farm in der Grafschaft Surrey ( Südengland), auf dem die ersten Tiere an MKS erkrankten.
Das Labor wird vom Institute for Animal Health (IAH) zur Untersuchung von Nutztiererkrankungen verwendet. Das IAH teilt sich das Forschungszentrum mit dem Pharmaunternehmen Merial Animal Health. Merial wurde 1997 von Merck und Sanofi-Aventis gegründet und gehört zu den Marktführern der Veterinärpharmazie. Eigentlich sollte der Stamm der Erreger in diesem Labor zu Impfzwecken gezüchtet werden. Auf bisher unbekanntem Weg scheint der Erreger jedoch das Labor verlassen zu haben.
Die Firma stellte die Herstellung sofort ein, die Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen auf dem Hof und in dem Labor wurde angeordnet. Die Sperrzone wurde auf zehn Kilometer ausgeweitet, was auch das betreffende Labor einschließt. Der Stamm der MKS-Viren vom Typ 01 BFS67 entspricht dem aus dem Labor, der gleiche Stamm wird jedoch weltweit zu Forschungszwecken gezüchtet, kommt bei Tieren jedoch normalerweise nicht vor.
Da das erste Auftreten der Seuche bisher nur in unmittelbarer Nähe zum Labor festgestellt werden konnte, besteht die Hoffnung, dass die Seuche schnell eingedämmt werden kann.
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