Fehlende Informationen erhöhen die Sterblichkeit bei Senioren
Im Alter nimmt die Sehkraft ab soweit klar, dass aber die Sehschwäche ein hohes Risiko für das Leben von Senioren darstellt, ist vielen nicht bewußt. Ältere Menschen, die medizinische Texte nicht mehr lesen oder verstehen können, haben ein um mehr als 50 Prozent erhöhtes Risiko, früh zu sterben, denn er verpasst wichtige Gesundheitsinformationen.
Zu dieser Erkenntniss kam eine Forschungsgruppe um David W. Baker von der Northwestern University, die ihre Studienergebnisse in der Fachzeitschrift Archives of Internal Medicine veröffentlichten (Medical Tribune berichtet).
In der Studie wurden 3000 Senioren befragt und deren Verständnis von medizinischen Texten getestet. Rund sechs Jahre später untersuchten die Wissenschaftler anhand des US-amerikanischen Sterberegisters, wie viele der Versuchsteilnehmer zwischnzeitlich verstarben. Dabei stellte sich eine signifikante Häufung von Todesfällen bei denjenigen Senioren heraus, die mit den medizinischen Texten nicht gut klarkamen. Am deutlichsten fiel dabei der Unterschied bei den Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus.
Die Forscher fordern nun, dass medizinische Texte vermehrt für Laien veröffentlicht werden sollten. Auch der vermehrte Einsatz von Bildern oder Videos könnte vermutlich zur Gesundheitsaufklärung von Senioren mit Sehschwächen oder Verständnisproblemen beitragen.
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