Essgewohnheiten richten sich nach dem Vorbild der Mutter

Die Familienfeiern an diesem Wochenende haben es wieder an den Tag gebracht. Mutter mag keine Milch, ebenso der Onkel. Auf Nachfrage stellte es sich heraus, dass es bereits der Oma so ging – Essgewohnheiten in der Familie.

Dafür herrscht in der Familien ein Faibel für zu fette Mahlzeiten – und auch wenn zwischenzeitlich diese Art des Essens aus Vernunftgründen nicht mehr all zu häufig auf den Tisch kommt, ist es doch immer ein besonders heimisch-gemütliches Event wenn man sich das dann gönnt.

Jetzt wollte ich es doch etwas genauer wissen – und tatsächlich. Eine amerikanische Studie von Julie Lumeng und Lori Burke an der University of Michigan in Ann Arbor untersuchte 71 Mutter-Kind-Paare. Zwar ermutigen fettleibige Mütter ihre Kinder nicht stärker zum Essen als normalgewichtige, allerdings scheinen die Nachkommen übergewichtiger Frauen eher auf solche Aufforderungen zu reagieren.

Hinzu kommt wohl noch eine gesellschaftlich-traditionelle Variante bei den Essgewohnheiten. In den verschiedenen Gesellschaften bestehen feste Regeln, was und wann gegessen werden darf. An den Essgewohnheiten lässt sich die Herkunft eines einzelnen fast ebenso gut erkennen, wie an der Sprache. Traditionell galt Fleisch auch in Deutschland als besonders stärkend und, da es lange Zeit teurer war als einheimische pflanzliche Lebensmittel, auch als etwas Besonderes. Diese Liebe zum Fleisch zeigt sich auch heute noch in vielen Staaten der Welt.

Die Essgewohnheiten werden also stark durch familiäre Traditionen geprägt. Ebenso können Gewichtsprobleme bereits in der frühen Kindheit wurzeln.

Dabei ist es gar nicht so leicht die frühen Prägungen abzuschütteln. Meine Mutter hat sich sogar viel Mühe gegeben sich ihre Abneigung zur Milch nicht anmerken zu lassen, trotzdem schüttelt es mich beim Gedanken an ein Glas Milch.

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