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Schneespaß und Hüttengaudi statt Beinbruch und Sonnenbrand: Gesundheitstipps für den Skiurlaub

Alljährlich Ende Oktober Anfang November beginnt in den zahlreichen Skiregionen der Alpen die von Skifreunden sehnlichst erwartete Saison, mit ihr fällt aber leider auch immer wieder der Startschuss für die erhöhte Alarmbereitschaft der chirurgischen Abteilungen der Krankenhäuser. Dort bereitet man sich zu dieser Zeit ebenfalls vor, und zwar auf die häufigsten Unfallfolgen des Brettsports wie etwa Schulter-, Kopf- und Knieverletzungen, Schlüsselbein-, Schenkel- und Knöchelbruch, Verletzungen am Handgelenk, Wirbelsäulenverletzung, Muskelfaserriss sowie Schürf- und Schnittwunden.

Obwohl die Gesamtanzahl von Skiunfällen kontinuierlich sinkt, sind nach Erkenntnissen mehrerer Studien und Befragungen verletzter Skifahrer in den letzten Jahren neun von zehn Verletzungen eine direkte Folge von Selbstunfällen, d.h. sie wären größtenteils durch ein wenig Vorsorge, Aufmerksamkeit und Umsicht u.U. vermeidbar gewesen. Auch qualitativ sehr gute Ausrüstungen können nach Ansicht vieler Ärzte nicht die immens wichtige persönliche Vorbereitung und Vorsicht auf der Piste ersetzen. Um etwa die bei Skiunfällen typischen Kreuzbandverletzungen nach einem unkontrollierten Sprung zu verhindern, sollte man seine Arme wie auch die Skier vorne bzw. zusammenhalten, die Beine nicht ausstrecken und die Knie möglichst gebeugt halten, nicht versuchen während des Sturzes aufzustehen und eine Landung auf der Hand vermeiden.

Während es also bei einem nicht mehr zu vermeidbaren Sturz vor allem auf eine gewisse Geistesgegenwärtigkeit ankommt, kann man aber bereits sowohl vor der Abfahrt in den Skiurlaub als auch vor der eigentlichen Abfahrt von der Piste einige Sicherheitsvorkehrungen und Überprüfungen einhalten, die das Risiko eines schnellen Urlaubsendes zumindest minimieren helfen. So müssen Bindungen und Skischuhe unbedingt auf Verschleiss und Beschädigungen untersucht werden, besonders bei Kindern müssen diese auch oft nachgestellt werden, da sich deren Körpergröße und -gewicht schnell ändert. Auch sollten Kinder gerade in stark frequentierten Skigebieten einen passenden Helm tragen, in Italien ist dies bereits seit 2005 für Kinder bis 14 Jahre obligatorisch.

Nicht zu unterschätzen ist aber vor allem die Pflege und Wartung der ganz individuellen Ausrüstung, sprich dem eigenen Körper. Mit Skigymnastik kann somit gar nicht früh genug begonnen werden, besonders eher zierliche Frauen, ältere und schwergewichtige Skifahrer, Anfänger und Skifreunde ab Mitte 40 unterschätzen oft die potentiellen Gefahren einer rasanten Fahrt, überschätzen jedoch oft fatal ihre eigene Fitness. Eine regelmäßig trainierte Bein-, Rumpf- und Pomuskulatur kann manche Verletzung verhindern, Asthmatiker und Herz-Kreislauf-Patienten sollten grundsätzlich vor dem Skiurlaub Rücksprache mit ihrem Hausarzt halten.

Fahrlässigerweise vernachlässigt wird sehr oft der gerade in höheren Lagen ungemein wichtige Sonnen- und Kälteschutz. Atmungsaktive Skikleidung und eine Sonnenbrille gegen die intensive UV-Strahlung ist hierbei unerlässlich, auch Sonnencreme sollte, genau so wenig wie ein Handy und ein kleiner Verbandskasten nicht im Gepäck fehlen. Und selbstverständlich hat Alkohol auf der Piste überhaupt nichts zu suchen, denn genau wie im Straßenverkehr gefährdet man unter seinem Einfluss nicht nur die eigene Gesundheit , sondern auch die der anderen, man neigt angetrunken zu riskanten und unnötigen Manövern und kann übrigens, so man tatsächlich betrunken einen schweren Unfall auf der Piste verursacht oder erleidet, Probleme mit seiner Versicherung bei der Erstattung von Behandlungskosten bekommen.


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